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Präsidentschaftwahlen und Umweltschutz in Frankreich

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Präsidentschaftwahlen und Umweltschutz in Frankreich

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In Frankreich hat ein Fernsehjournalist seine Popularität genutzt, um den Präsidentschaftskandidaten Bekenntnisse zum Umweltschutz abzutrotzen. Nicolas Hulot – bekannt für sein Umweltmagazin – hat ganz einfach damit gedroht, selbst zur Wahl anzutreten. So etwas zieht in Frankreich, 1981 hatte ein Komiker als Kandidat die politische Szene aufgemischt. Also haben 10 Kandidaten Hulots “Umwelt-Pakt” unterschrieben – medienwirksam, versteht sich.

Die Kandidatin der Sozialisten, Segolene Royal, versprach eine engagierte Umweltpolitik, sollte sie Präsidentin werden. Der Kandidat der Konservativen, Nicolas Sarkozy, wurde gleich konkret mit drei Schwerpunkten: Klimawandel, biologische Vielfalt, die Umwelt gesund halten. Eine Frage des Überlebens, wie er betonte.

Damit liegen sie voll im Trend. Nur wenige Metrostationen weiter tagt in Paris unter dem Dach der UNESCO eine Konferenz von Regierungsexperten zum Thema Klimawandel. In ihrem Bericht, der komplett am Wochenende vorliegen wird, stehen diverse beunruhigende Fakten. Zum Beispiel solche zur Klimaerwärmung auf der Erde. Kein Wunder, dass Gletscher schmelzen, wenn innerhalb nur eines Jahrhunderts die Temperaturen um 2 bis viereinhalb Grad Celsius steigen. Und wo bleibt das Eis der Gletscher? Es lässt die Weltmeere ansteigen und verändert damit auch die Strömungsverhältnisse. Auf der anderen Seite der Erde – hier Bilder aus Australien – führt die gleiche Erderwärmung zu Trockenheit. Wüsten dehnen sich aus.

In Frankreich haben sich – außer dem rechtsextremen Jean Marie Le Pen – alle Bewerber um das höchste Staatsamt öffentlich auf eine verantwortungsbewußte Umweltpolitik festlegen lassen. Man wird sehen, wieviel es nützt.