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Showdown vor Referendum

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Showdown vor Referendum

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Kurz vor der Abstimmung mittels eines Referendums am 11.Februar in Portugal kommt die Debatte über Abtreibung in die entscheidende Phase. Die sozialistische Regierung schlägt die Aufhebung des Verbots der Abtreibung innerhalb der ersten 10 Wochen in einer Schwangerschaft vor. Viele Bürger in dem katholischen Land allerdings können Abtreibung nicht mit ihrer Religion vereinbaren.

Umfragen deuten auf ein knappes Ergebnis hin, die Zahl der noch Unentschlossenen ist hoch. Meinungsforscher gehen von zur Zeit 38 Prozent Befürwortern und 28 Prozent Gegnern für das neue Gesetz aus. Nach Schätzungen von Frauenverbänden lassen jährlich rund 18.000 Frauen illegal abtreiben. Diese Missstände könnten nach Meinung der Abtreibungs-Befürworter nur durch eine Freigabe beseitigt werden. Die Kirche akzeptiert diese Argumentation jedoch nicht, sie fordert vielmehr eine bessere Familienpolitik, die werdende Mütter und arme Familien so unterstützt, dass ihnen die Angst vor einem Kind genommen wird. Portugal ist eines der wenigen Länder der EU, in denen Abtreibung generell verboten ist.