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London verdoppelt Ökosteuer für Passagierflugzeuge

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London verdoppelt Ökosteuer für Passagierflugzeuge

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Großbritannien macht ernst mit dem Klimaschutz. Von diesem 1. Februar an werden die Fluggäste im Königreich kräftig zur Kasse gebeten. Die von Finanzminister Gordon Brown auf den Weg gebrachte Ökosteuer für Flugzeuge wird verdoppelt.
Damit soll den Belastungen Rechnung getragen werden, die der Flugverkehr für die Umwelt bedeutet.

Wer die zusätzliche grüne Gebühr noch nicht entrichtet hatte, musste dies beim Einchecken tun. Auch die Passagiere, die ihr Ticket schon vor Wochen gebucht hatten. Und das kommt auf die Fluggäste zu: Für Flüge innerhalb Europas und des Königreichs werden 15 Euro in der Economy – und 30 Euro in der Business-Klasse fällig. 60,5 und 121 Euro sind es für Langstrecken von und nach Großbritannien.

Die Maßnahme löste eine Welle der Kritik aus. Billigflieger und der britischen Luftverkehrsverband bezeichneten die Steuererhöhung als opportunistisch. Sie sei ein fehlgeleiteter Versuch der Politik, die Kunden zu bestrafen. Die Luftqualität werde dadurch nicht verbessert. Mehrere Fluggesellschaften, darunter British Airways, Air France und Emirates schlossen rechtliche Schritte nicht aus. Umweltschützer wandten zudem ein, dass die Steuer die Bürger nicht vom Fliegen abhalten werde.