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Striktes Rauchverbot in Frankreich

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Striktes Rauchverbot in Frankreich

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In Frankreich ist heute ein umfassendes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz in Kraft getreten. Firmen und Behörden haben die Wahl, hermetisch abgeschlossene Raucherkabinen einzurichten oder ihren Mitarbeitern häufige Zigarettenpausen vor der Tür zu gewähren.

175 000 Beamte sollen das Rauchverbot kontrollieren, das für Fabriken und Büros, Bahnhöfe und Schulen, Geschäfte, Sportstätten und Krankenhäuser gilt. Wer dort trotzdem raucht, dem drohen 68 Euro Strafe. Bei “Wiederholungstätern” werden bis 450 Euro fällig.

Sie sei selbst Raucherin, erklärt eine Krankenhausangestellte, und wisse nicht, wie sie den Tag ohne Zigarette überstehe. Gleichzeitig stellt die Regierung 100 Millionen Euro bereit, um den Rauchern mit Nikotinersatzmitteln beim Abgewöhnen zu helfen.

Seit gestern Nachmittag stürmten die Leute in die Apotheke, bestätigt eine Angestellte. Sie stünden mit dem Rücken zur Wand und seien festentschlossen. Aber sie hätten auch keine andere Wahl, weil es die Unternehmen so forderten. Wer als Arbeitgeber ein Auge zudrückt, soll 135 Euro zahlen.

Doch nicht alle sind über die neuen Massnahmen erfreut. Das sei doch ein bescheuertes Land, schimpft ein Franzose. Eine Galgenfrist bleibt den rund 15 Millionen französischen Rauchern allerdings noch. Für Bars und Bistrots, Kasinos und Diskotheken tritt das Rauchverbot erst am 1. Januar 2008 in Kraft.