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E.ON bei Endesa-Übernahme kurz vor dem Ziel

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E.ON bei Endesa-Übernahme kurz vor dem Ziel

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Das Monate lange Tauziehen um den spanischen Stromversorger Endesa geht in die Endrunde. Der deutsche Energieriese E.ON reichte als allein übrig gebliebener Bieter bei der Madrider Börsenaufsicht seine Offerte ein. Zuletzt hatte der Düsseldorfer Konzern knapp 37 Milliarden Euro für 100 Prozent des Aktienkapitals geboten.

Endesa-Chef Manuel Pizzarro begrüßte die jüngste Entwicklung, vor allem den Rückzug von Gas Natural. Letzterer habe sich jedoch als schlechter Verlierer aufgeführt. Gas Natural hatte eine Schadensersatzklage gegen Endesa eingereicht und sie damit begründet, dass Endesa sich mit illegalen Mitteln gegen eine Übernahme durch den spanischen Branchenkollegen zur Wehr gesetzt habe.

Die spanische Regierung hielt sich in der Endphase des Endesa-Verkaufs betont zurück. Wirtschaftsminister Joan Clos sagte, Madrid werde nicht in das Übernahmeverfahren eingreifen. An diesem Samstag will E.ON-Vorstandschef Wulf Bernotat sein Angebot vor der spanischen Presse erläutern. Die Endesa-Führung plant, eine Empfehlung an die Aktionäre am kommenden Dienstag abzugeben.