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Kosovo-Plan von UNO-Vermittler Martti Ahtisaari

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Kosovo-Plan von UNO-Vermittler Martti Ahtisaari

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Der UNO-Sondergesandte Martti Ahtisaari legt heute seinen Vermittlungsplan für das Kosovo vor. Nach dem, was bisher bekannt ist, wird die abtrünnige serbische Provinz weitgehend unabhängig. Auch die serbische Minderheit bekommt aber umfangreiche Rechte. Das Kosovo wird zu neunzig Prozent von Albanern bewohnt.

Regierungschef Agim Ceku traf am Abend noch einmal mit Vertretern von UNO und NATO zusammen – es ging vor allem um die Sicherheit. Er rief seine Bürger auf, ruhig zu bleiben. Alles werde so passieren, wie es versprochen worden sei. Es sei der erste Schritt zur Unabhängigkeit; deshalb müsse man jetzt ruhig bleiben und zuhören, was Ahtisaari zu sagen habe.

Die NATO-Truppen in der Provinz haben inzwischen zur Sicherheit ihre Patrouillen verstärkt. Seit acht Jahren steht das Kosovo unter internationaler Verwaltung. Der UNO-Sicherheitsrat soll nun bald über den endgültigen Status entscheiden. Beide Seiten haben jetzt aber erst noch zwei Wochen Zeit, um die Ahtisaari-Vorschläge zu prüfen.

Allerdings sind die Positionen längst bekannt; nachgeben will keiner. So ist auch klar, dass die meisten in Serbien das für sie geschichtsträchtige Kosovo nicht hergeben wollen. Auch die Wahl vor knapp zwei Wochen hat diese Kräfte wieder bestätigt. Im Sicherheitsrat kann sich Serbien auf Unterstützung durch Russland verlassen.