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Kosovo: UN- Vermittler gibt gibt letzte Chance für Kompromiss

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Kosovo: UN- Vermittler gibt gibt letzte Chance für Kompromiss

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Das Kosovo soll weitgehend unabhängig werden, die serbische Minderheit unter besonderem Schutz stehen. UN- Kosovo- Vermittler Martti Ahtisaari stellt heute seine Pläne für die Zukunft der südserbischen Provinz vor. Zudem gab er Serben und Albanern bis Ende Februar eine letzte Chance, einen Kompromiss zu finden.

Zu einem Treffen mit der serbischen Seite erschien nur Präsident Tadic, Regierungsschef Vojislav Kostunica lehnt eine Abspaltung des Kosovo strikt ab und hatte sich geweigert, sich mit Ahtisaari an einem Tisch zu setzen. Die Pläne sehen eine staatliche Unabhängigkeit des Kosovo vor – allerdings unter Aufsicht der Europäischen Union.

Obwohl die rund 100 000 Serben in der Provinz umfangreiche Sonderrechte erhalten sollen, stehen sie den UN-Plänen kritisch gegenüber. Sie wollen das für sie geschichtsträchtige Gebiet nicht verlieren – dagegen pochen die Albaner auf ihre große Mehrheit. Beide Seiten beharren seit Jahren auf ihren Positionen. Diese Unversöhnlichkeit macht das Kosovo zum größten Problem auf dem Balkan.

Der Regierungsschef des Kosovo Agim Ceku besprach gestern die Sicherheitslage mit Vertretern von UNO und NATO. Er rief danach seine Bürger auf, ruhig zu bleiben. Die Sicherheitskräfte in der Provinz haben inzwischen ihre Patrouillen verstärkt.
Um vier Uhr wird Martti Ahtisaari seine Pläne öffentlich vorstellen. Euronews wird die Pressekonferenz live übertragen.