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Bagdad:Hoher Blutzoll bei Selbstmordanschlag am Samstag

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Bagdad:Hoher Blutzoll bei Selbstmordanschlag am Samstag

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Bei dem verheerenden Sprengstoffnaschlag in Bagdad sind am Samstag mehr als 130 Menschen getötet und über 300 verletzt worden. Dies meldet der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira unter Berufung auf offizielle irakische Angaben.

Kurz vor Sonnenuntergang hatte ein Selbstmordattentäter einen in einem Lastwagen versteckten Sprengsatz auf einem Marktplatz im Stadtteil Sadrija zur Explosion gebracht. In dem Stadtviertel leben überwiegend Schiiten und Kurden.

Der irakische Ministerpräsident Maliki machte Anhänger Saddam Husseins und militante Sunniten für den Anschlag verantwortlich. Ein Regierungssprecher erklärte, 50 Prozent aller Attentäter stammten aus dem benachbarten Syrien.

Es handelt sich um das schwerste Attentat seit vergangenem November, als bei mehreren Bombenanschlägen 215 Menschen ums Leben kamen.

Auch in der nordirakischen Vielvölkerstadt Stadt Kirkuk explodierten mehrere Autobomben. Mindestens vier Menschen wurden dabei getötet, mehr als zwanzig verletzt. Zwei Anschläge richteten sich gegen Büros der wichtigsten kurdischen Parteien. Nach dem Attentat wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Nach Gefechten zwischen Aufständischen und der Polizei wurde über das kurdische Mossul ebenfalls eine Ausgangssperre verhängt.