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Anleger strafen Nissan-Aktie wegen Gewinnwarnung ab - Wertverlust 3,6 Milliarden Euro

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Anleger strafen Nissan-Aktie wegen Gewinnwarnung ab - Wertverlust 3,6 Milliarden Euro

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Der erfolgsverwöhnte japanische Autobauer Nissan steuert geradewegs auf eine Krise zu. Mit der ersten Gewinnwarnung seit acht Jahren hatte Vorstandschef Carlos Ghosn am Freitag die Anleger geschockt. An diesem Montag kam die prompte Reaktion: Mit einem Kurseinbruch von mehr als acht Prozent wurde die Nissan-Aktie abgestraft. Der Börsenwert schmolz binnen eines Handelstages um 3,6 Milliarden Euro.

Zuvor hatte der Autobauer nach einem schwachen dritten Geschäftsquartal für das Gesamtjahr einen Gewinnrückgang von 12,5 Prozent prognostiziert. Das hatte es seit dem Jahr 2000 nicht mehr gegeben.

Investoren fragen sich nun, ob es bei diesem Einbruch um eine konjunkturelle Schwäche handelt, zumal auch der französische Partnerkonzern Renault derzeit nur Hobsbotschaften von sich gibt.

Oder ob die guten Jahre der erfolgreichen Sanierung vorbei sind. Immerhin brachte Nissan seit 15 Monaten kein neues Modell mehr auf den Markt. Auf Carlos Ghosn, Chef von Nissan und Renault, dürfte eine Menge Arbeit zukommen.