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Deutsche Regierung will sich bei Airbus-Sanierung nicht unterbuttern lassen

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Deutsche Regierung will sich bei Airbus-Sanierung nicht unterbuttern lassen

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Die Berliner Regierung dringt bei der Airbus-Sanierung auf die Wahrung deutscher Interessen. Nach massiven Management-Fehlern seien Einschnitte beim Flugzeugbauer notwendig, sagte ein Regierungssprecher. Diese müßten aber fair auf alle Standorte verteilt werden.

Zuvor hatte sich Wirtschaftsminister Michael Glos wesentlich massiver zu Wort gemeldet. So hatte er Rüstungsaufträge für den Mutterkonzern EADS in Frage gestellt, falls wesentliche Teile der Airbus-Produktion nach Frankreich verlagert werden sollten.

Die Berliner Regierung sieht den Hochtechnologiestandort Deutschland in Gefahr, wenn einer der wichtigsten Arbeitgeber über Gebühr abspeckt. Insgesamt arbeiten an den sieben deutschen Standorten mehr als 21.000 Menschen, die Hälfte davon allein in Hamburg.

Der Druck, den die Regierung auf EADS ausübt, wird auch von den Gewerkschaften unterstützt. Vor diesem Hintergrund kommen den Gesprächen von EADS-Co-Vorstandschef Louis Gallois nächste Woche in Berlin besondere Bedeutung zu. Ob er dabei neben Wirtschaftsminister Glos auch Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft, war zunächst offen.

Die EADS-SPitze will in den kommenden Tagen ihre Vorstellungen für die Airbus-Umstrukturierung vorlegen. Über diese Pläne kursieren seit Monaten Spekulationen. Wegen dieser Unsicherheit riefen die französischen Gewerkschaften für diesen Dienstag zu einem Warnstreik auf.