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Geldwäsche - erneute Anklage gegen Chodorkowsky

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Geldwäsche - erneute Anklage gegen Chodorkowsky

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Die russische Justiz hat eine neue Anklage gegen den inhaftierten Ex-Öl-Oligarchen Michail Chodorkowsky erhoben. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Platon Lebedew muss er sich wegen Geldwäsche in Milliardenhöhe verantworten.
Beiden wird der Diebstahl von Öl einer Yukos-Tochterfirma vorgeworfen. Der illegale Erlös habe knapp 20 Milliarden Euro betragen, so die Anklage.

Das Geld solle unter anderem durch die politische Stiftung “Offenes Russland” legalisiert worden sein, die in den vergangenen Jahren von Chordorkowsky finanziert worden war.

In einer ersten Vernehmung wiesen sie die Vorwürfe zurück. Eine Anwältin Chodorkowskys bezeichnete die Anschuldigungen zudem als – so wörtlich – “absurd” und “wahnsinnig”.

Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte seit Monaten erneut gegen die beiden inhaftierten ehemaligen Yukos-Großaktionäre ermittelt. Beide waren Mitte Dezember in ein Untersuchungsgefängnis im ostsibirischen Tschita verlegt worden. Chodorkowsky und Lebedew sitzen achtjährige Haftstrafen wegen Steuerhinterziehung und Betrugs ab.