Eilmeldung

Eilmeldung

EU-Experten fordern Wachsamkeit nach britischem Vogelgrippe-Fall

Sie lesen gerade:

EU-Experten fordern Wachsamkeit nach britischem Vogelgrippe-Fall

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Großbritannien versuchen britische Gesundheits-experten, den Infektionsweg aufzudecken. Es ist der zweite Ausbruch der Seuche in der Europäischen Union in diesem Jahr: Ende Januar war die Vogelgrippe in Ungarn aufgetreten.
In Brüssel erklärten die Veterinärexperten der EU die 2006 beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche seien ausreichend; sie riefen die Mitgliedsstaaten zu großer Wachsamkeit auf. Nach dem neuen Ausbruch in Großbritannien erließen mehrere Staaten, darunter Russland und Japan, Importverbote für britisches Geflügel.
In dem betroffenen Mastbetrieb wurde der Bestand getötet, und ein Gebiet im Umkreis von drei Kilometern wurde zur Schutzzone erklärt. Der Zutritt wird streng kontrolliert.
Im Unterhaus in London sagte Umweltminister David Miliband, für die allgemeine Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr. Es gälten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Alles Geflügel und auch Eier müssten vor dem Verzehr durchgegart werden .
Wie das Virus in den Mastbetrieb der Firma Bernard Matthews in Südost-England gelangte, ist noch unklar. Das Unternehmen ist der größte Truthahn-Produzent Europas und ist auch in Ungarn präsent. Das dortige Tochterunternehmen Saga Foods erklärte, zwischen den beiden Fällen bestehe keine Verbindung, doch in den britischen Medien wird spekuliert, das Virus könnte auf den üblichen Transportwegen des Unternehmens aus Ungarn eingeschleppt worden sein