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Keine Fans mehr in unsicheren italienischen Fußballstadien

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Keine Fans mehr in unsicheren italienischen Fußballstadien

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So könnte es demnächst auch in anderen italienischen Stadien aussehen: Leere Ränge, keine Zuschauer – wie in Catania. Hier war am vergangenen Wochenende bei Hooligan-Krawallen ein Polizist getötet worden. Innenminister Giuliano Amato sagte an diesem Dienstag im italienischen Parlament, der Fußball sei einer der großen Katalysatoren für Gewalt. Es sei schwer zu sagen, inwieweit er Gewalt von außen katalysiere, oder ob er selbst die Ursache dieser Gewalt sei, ihr die Möglichkeit gebe, sich zu organisieren. Nach dem Krisengipfel in Rom teilte Amato mit, zukünftig werde es keine Spiele mehr mit Publikum in Stadien geben, die nicht den Sicherheitsvorschriften entsprächen.

Das trifft für 13 der 18 Liga-A-Stadien zu; Zuschauer dürfte es demnach nur noch an fünf Spielorten geben, sollte am kommenden Wochenende wieder gespielt werden. Außerdem dürfen keine Eintrittskarten mehr für Spiele an Fan-Blocks verkauft werden. Die Polizei darf verdächtige Hooligans ohne Haftbefehl 48 Stunden lang festhalten, auch Minderjährige. Hintergrund ist der gewaltsame Tod des Polizisten Filippo Raciti beim Spiel Catania gegen Palermo am vergangenen Wochenende. Der 38-Jährige Familienvater wurde am Montag beigesetzt. Raciti wurde von Hooligans zu Tode geprügelt. Er war das 13. Todesopfer bei Krawallen im italienischen Fußball seit 1962.