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Italienische Truppen bleiben in Afghanistan

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Italienische Truppen bleiben in Afghanistan

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Auch wenn Italien seine Truppen aus dem Irak zurückgezogen hat: In Afghanistan sollen sie bleiben. Das hat die Regierung bekräftigt, direkt vor einem Krisentreffen am Abend, das die in letzter Zeit oft gespaltene Koalition zumindest in der Außenpolitik wieder auf eine Linie bringen soll.

Er sei zuversichtlich, dass die Regierungsmehrheit dabei ihre Einigkeit bekräftigen werde, sagt Vizeministerpräsident Francesco Rutelli. Italiens Außenpolitik sei eigenständig und international immer besser angesehen; und das ganze Mitte-Links-Bündnis werde diese Politik auch unterstützen.

Die Probleme in diesem Bündnis liegen ganz links, bei Grünen und Kommunisten. Sie haben der eigenen Regierung gerade eine Niederlage im Parlament beschert: Dort waren sie gegen die Erweiterung eines amerikanischen Militärstützpunkts. Die Linken sind jetzt auch gegen den Afghanistan-Einsatz: Und das kurz vor der wichtigen Parlamentsabstimmung über dessen weitere Finanzierung.

Ausländische Partner sind inzwischen offenbar besorgt: In einem offenen Brief haben sich die Botschafter der USA und anderer Länder an die Italiener gewandt. Darin treten sie dafür ein, dass Italiens Truppen in Afghanistan bleiben. Die Regierung in Rom reagierte auf diese Aufforderung säuerlich: Außenminister Massimo D’Alema äußerte “Überraschung” und “Missbilligung”.