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Bauarbeiten am Tempelberg gehen weiter

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Bauarbeiten am Tempelberg gehen weiter

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Die Proteste von Palästinensern vor dem Jerusalemer Tempelberg halten an, die umstrittenen Bauarbeiten an dem hochreligösen Ort werden jedoch nicht gestoppt. So entschied Ministerpräsident Ehud Olmert, trotz Warnungen vor einer Verschlechterung der Sicherheitslage. Die israelische Polizei warnte vor Gewalt am Rande der muslimischen Freitagsgebete.
Die Palästinser drohten, die Waffenruhe im Gazastreifen auszusetzen.

Entsprechend drohend ist auch der Ton des Vorsitzenden einer islamischen Stiftung für religiös bedeutsame Bauwerke : “Die Israelis trügen die Verantwortung und würden später merken, dass sie einen grossen Fehler gemacht hätten”, so Adnan Husseini.

Israelische Behörden wollen einen teilweise eingestürzten Fußweg durch eine neue Konstruktion ersetzen. Der Weg führt vom Platz der Klagemauer auf den Tempelberg. Dort steht auch die Al-Aksa-Moschee. Um ihre Unversehrtheit fürchten die Gläubigen.

Der Tempelberg gehört zu den strittigsten Gebieten zwischen Palästinensern und Israel, weil er Muslimen wie Juden heilig ist. Der marokkanische König Mohammed VI. erklärte: Ziel der Arbeiten sei es offensichtlich, die Symbole des Islam in Jerusalem auszulöschen.