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Fortsetzung des Karikaturenprozesses

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Fortsetzung des Karikaturenprozesses

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Der Prozeß um die Veröffentlichung der umstrittenen Karikaturen des Propheten Mohammed in Frankreich wird heute fortgesetzt. Die Vereinigung der islamischen Organisationen in Frankreich und die Pariser Großmoschee treten im Prozess als Kläger auf. Sie beschuldigen die Herausgeber des Satireblatts “Charlie Hebdo” , mit der Veröffentlichung absichtlich die Werte des Islams angegriffen zu haben.

Staatsanwalt Francis Szpiner weist Kritik an dem Verfahren zurück: “Alles was die französischen Muslime verlangen, ist die Anwendung derGesetze. Wieso soll es ein Skandal sein, wenn sich jemend in seinen Gefühlen verletzt fühlt und zum Richter sagt «Ich finde, hier wurde ein Gesetz verletzt!»”, findet der Anklagevertreter.

Die Karrikaturen waren zuerst in der dänischen Zeitung “Jyllands Posten” veröffentlicht worden. Sie hatten zu massiven anti-dänischen Protesten in der Islamischen Welt geführt.

Der Chefredaktuer der“Jyllands Posten” stärkt den Angeklagten den Rücken: “Wenn sie verlieren, dann heißt das, daß man Ideologien nicht mehr kritisieren, herausfordern, lächerlich machen kann. Es steht für Europa viel auf dem Spiel!” sagte Flemming Rose.

Dem Herausgeber von “Charlie Hebdo” drohen im Falle seiner Verurteilung sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von maximal 22.500 Euro.