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Schüsse im Grenzgebiet

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Schüsse im Grenzgebiet

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Erstmals seit Ende der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz sind an der libanesisch- israelischen Grenze wieder Schüsse gefallen. Die genauen Umstände, die zu dem Schusswechsel führten, blieben unklar: Nach israelischen Angaben suchten die Truppen mit einem Bulldozer an der Grenze zum Libanon nach versteckten Sprengsätzen. Dabei seien sie von libanesischen Sicherheitskräften beschossen worden. Als diese auf Zuruf das Feuer nicht einstellten, hätten die israelischen Soldaten Zurückgeschossen. Unklar ist, ob der israelische Bulldozer in den Südlibanon eindrang, was libanesische Soldaten bekräftigen, Israel jedoch dementiert. In der Gegend hatte die israelische Armee am Montag vier von der Hisbollah-Miliz versteckte Bomben gefunden.

Nach Angaben beider Seiten gab es keine Verletzten. Die Friedenstruppe der Vereinten Nationen sprach dagegen von fünf Verwundeten. Sie bezog verstärkt Stellung in der Region. Die UNIFIL-Truppe wertete den Schusswechsel an der Grenze als “ernst”. Zu ihrer Verstärkung sollen 200 französische und italienische Blauhelm-Soldaten, Panzer sowie Artilleriegeschütze
verlegt werden. Israel will nun die Anzahl seiner Flüge über den Libanon erhöhen.