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Tod eines Polizisten bei Fußballkrawall auf Sizilien vor Aufklärung

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Tod eines Polizisten bei Fußballkrawall auf Sizilien vor Aufklärung

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Der gewaltsame Tod eines Polizisten bei Fußball-Krawallen auf Sizilien steht offenbar vor der Aufklärung: Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen einen 17-Jährigen. Er konnte mit Hilfe von Video-aufzeichnungen identifiziert werden. Diese Arbeit ist dem Vernehmen besonders schwierig, da bei den Ausschreitungen in Catania am vergangenen Freitag große Mengen Tränengas eingesetzt wurden. Bisher wurden 38 Randalierer festgenommen.

Die italienische Fußballmeisterschaft soll am kommenden Wochenende wieder gestartet werden, doch in welchen Stadien vor Pulikum gespielt wird, wurde offiziell noch nicht mitgeteilt. Nach Angaben des Nationalen Sicherheitsrats entsprechen nur sechs Stadien der Liga A den gesetzlichen Vorschriften. 25 Arenen genügten den Bestimmungen nicht, erklärte der Sicherheitsrat nach seiner heutigen Sitzung.

Nach einem Dekret der Regierung von Mittwoch Abend darf nur noch in den regelkonformen Stadien vor Publikum gespielt werden. Den übrigen stehen Einnahmeverluste bevor. Solange die Interessen der Klubs nicht angerührt würden, ändere sich garnichts, sagte ein junger Mann. Leider müsse man die Vereine da packen, wo es weh tue: beim Geld. Ein anderer hingegen sagte, die Maßnahmen seien nutzlos: Nur mit strenger Erziehung könne man das Problem an der Wurzel packen. Die Meisterschaft müsste völlig abgeschafft werden – oder wenigstens für ein Jahr, sagte ein dritter; bei den gegenwärtigen Verhältnissen sei es unmöglich, mit der Familie ein Fußballstadion zu besuchen. Nur in Rom, Genua, Siena, Cagliari, Turin und Palermo können sich Fußballfreunde schon jetzt auf das nächste Stadionerlebnis freuen.