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Caracas verstaatlicht Elektrizitätswerke

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Caracas verstaatlicht Elektrizitätswerke

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Venezuela hat sich mit dem US-Konzern AES auf die Übernahme eines führenden Stromversorgers geeinigt. Präsident Hugo Chavez hatte nach seiner Wiederwahl im Dezember angekündigt, neben Elektrizitätswerken auch den größten Telekommunikationskonzern des südamerikanischen Landes sowie ausländische Schwerölprojekte im Orinoco-Delta zu verstaatlichen. Nun übernimmt die venezolanische Regierung für 740 Millionen Dollar den 82-Prozent-Anteil an Electricidad de Caracas von der amerikanischen AES Corporation.

Venezuelas Vize-Präsident Jorge Rodriguez sagte, damit werde denjenigen, die die Welt und die Träume der Menschen zerstörten eine Lehre erteilt. Weitere Schritte sollen folgen. Die linkspopulistische Regierung von Chavez will mit der Verstaatlichung von Konzernen ihr Sozialismus-Modell vorantreiben. Obwohl Venezuela einer der größten Erdölexporteure der Welt ist, lebten dort 2005 nach UN Angaben 37 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.