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Jerusalem: Bauarbeiten am Tempelberg sorgen für Zündstoff

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Jerusalem: Bauarbeiten am Tempelberg sorgen für Zündstoff

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In Jerusalem ist es am Rande des moslemischen Freitagsgebetes wegen Grabungsarbeiten am Fuße der Al-Aqsa-Moschee zu Auseinandersetzungen gekommen. Israelische Polizei ging am Tempelberg mit Gummigeschossen und Schockgranaten gegen steinewerfende Palästinenser vor. Dabei sollen auf beiden Seiten mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden sein, mindestens 17 Demonstranten wurden festgenommen. Zusammenstöße gab es auch an anderer Stelle in der Jerusalemer Altstadt.

Israelische Behörden lassen an einem im Jahr 2004 teilweise eingestürzten Fussweg arbeiten, der vom Platz vor der Klagemauer auf den Tempelberg führt. Ein Abschnitt des Weges soll durch eine neue Konstruktion ersetzt werden. Trotz Protesten von Muslimen setzen israelische Behörden ihre Bauarbeiten fort. Ministerpräsident Ehud Olmert hatte zuvor die Bitte seines Verteidigungsministers abgelehnt, die Arbeiten auszusetzen. Die radikal-islamische Hamas rief daraufhin die Palästinenser auf, die Al-Aksa-Moschee zu verteidigen.

Der Tempelberg gehört zu den strittigsten Gebieten zwischen Palästinensern und Israel, weil er Muslimen wie Juden heilig ist. Nach Angaben der Polizei wurden seit Beginn der Ausgrabungen am Dienstag etwa 30 Personen festgenommen.