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Solidaritätsaktionen für in Libyen verurteilte Bulgarinnen

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Solidaritätsaktionen für in Libyen verurteilte Bulgarinnen

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In Bulgarien haben sich tausende Menschen für die Freilassung der fünf in Libyen zum Tode verurteilten Krankenschwestern eingesetzt. Solidaritätsaktionen unter dem Motto “Ihr seid nicht allein” gab es unter anderem in der Hauptstadt Sofia, in Plowdiw, Widin und in Schumen. In Sofia fanden Proteste vor der libyschen Botschaft statt.

Anlass war der achte Jahrestag der Festnahme der Frauen, die in einer Kinderklinik im libyschen Bengasi gearbeitet hatten. Ihnen wird vorgeworfen, mehr als 400 libysche Kinder mit dem Aids-Virus infiziert zu haben. Die Krankenschwestern und ein palästinensischer Arzt waren 2004 zum Tode durch Erschießen verurteilt worden. Ein Gericht hatte die Urteile im vergangenen Dezember bestätigt. Bulgarien, das seit Beginn des Jahres Mitglied der Europäischen Union ist, hat Brüssel und die Regierung in Washington um Unterstützung gebeten.