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Umweltsündern geht es an den Kragen

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Umweltsündern geht es an den Kragen

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So jedenfalls will es die EU-Kommission in Brüssel. Das verbotene Ablagern giftigen Mülls, auch außerhalb Europas, soll künftig bestraft werden. Auch wer gefährliche Materialen ungesichert transportiert oder unerlaubt Handel mit Ozonschädigenden Substanzen treibt, soll dafür büßen. Denn bisher kamen die Täter meist glimpflich davon. Der am Freitag präsentierte Vorschlag kann dies ändern, glaubt EU-Justizkommissar Franco Frattini. Er sagte: “ In Europa gibt es noch zu viele und zu große Unterschiede bei der Bestrafung von Umweltsündern.”

Und so sucht Europa nach einer einheitlichen Regelung, damit Umweltverbrechen besser geahndet werden können. Kommt der Vorschlag durch, müssen die Verantwortlichen bis zu 1.5 Millionen Euro Strafe zahlen. Außerdem drohen ihnen, je nach Größe des Schadens, Haftstrafen bis zu 10 Jahren.

Denn die sogenannte “grüne” Kriminalität tötet und verletzt Mensch und Tier. In den vergangenen Jahren sind die grenzüberschreitenden Umweltschäden dramatisch gestiegen. Und allen wurde klar, daß nationale Regelungen zum Umweltschutz zu wenig bringen. Der Europäische Rat und das Europäische Parlament müssen dem Kommissionsvorschlag zustimmen.