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Festnahmen nach Ausschreitungen im Kosovo

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Festnahmen nach Ausschreitungen im Kosovo

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Nach den Ausschreitungen von Kosovo-Albanern mit zwei Toten hat die Polizei der Unruheprovinz mehrere Aktivisten der “Bewegung für Selbstimmung” LPV festgenommen. Sie hatte die gestrigen Proteste organisiert. Die serbische Provinz wird fast nur noch von Albanern bewohnt. Seit dem Ende des Kosovo-Kriegs 1999 wird die Provinz von den Vereinten Nationen verwaltet. Die Polizei habe versucht, in das Gebäude der LPV einzudringen, sagte ein Aktivist, doch er und seine Mitstreiter erlaubten keine Durchsuchung ohne richterliche Anordnung, und deshalb hätten sich LPV-Leute etwa zwanzig Minuten lang in dem Gebäude verbarrikadiert. Die Polizei habe daraufhin drei Aktivisten vor dem Gebäude festgenommen und sei dann abgezogen, berichtete der Mann.

Am Vortag hatten rund 2500 Albaner gegen den Kosovo-Plan des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari protestiert, denn er sieht nur eine begrenzte Unabhängigkeit vor. Als die Demonstranten gegen Sperren vor dem Parlament angingen, kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Dabei wurden nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet und 80 weitere verletzt.