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Royal präsentiert Katalog mit "100 Vorschlägen" im französischen Präsidentschaftswahlkampf

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Royal präsentiert Katalog mit "100 Vorschlägen" im französischen Präsidentschaftswahlkampf

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Die sozialistische französische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal hat in Villepinte bei Paris eine lang erwartete Grundsatzrede gehalten.

8.000 Anhänger begrüßten Royal stürmisch, die ihren Wahlkampf für die Abstimmung im Frühjahr bislang eher auf ihre charismatische Persönlichkeit zugeschnitten hatte.

Nun aber stellte die in Umfragen zur Zeit hinter ihrem Konkurrenten Nicolas Sarkozy liegende Royal ihren sogenannten “Pakt der Ehre und des Vertrauens” vor.

Die 53-jährige, Mutter von vier Kindern, äußerte, sie wolle zum Wohl der Kinder Frankreichs sowie zukünftige Generationen dem Land aus der Krise helfen.

Royal präsentierte einen Katalog von “100 Vorschlägen”, vor allem im sozialen Bereich.

So sollen niedrige Renten um fünf Prozent erhöht, der Mindestlohn auf 1.500 Euro angehoben und jährlich 120.000 Wohnungen gebaut werden.

Scharfe Worte in der Außenpolitik: “Als Präsidentin werde ich keine Sekunde zögern, Menschenrechtsverletzungen offen anzuprangern”, so Royal, “seien es Kriegsverbrechen in Tschetschenien oder die Ermordung der außergewöhnlichen Journalistin Anna Politkovskaja im Herzen Moskaus.”

Grundlage des Programms der Sozialisten sind 6.000 Debatten mit der Basis sowie über 100.000 Beiträge, die Bürger per Internet an die Parteizentrale schickten.

Royals Projekt einer sogenannten “partizipativen Demokratie” hatte ihr zuletzt viel Kritik eingebracht: so habe sie zuviel zugehört und die öffentliche Debatte ihrem Gegner Sarkozy überlassen.