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Erneut blutiger Tag in Bagdad

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Erneut blutiger Tag in Bagdad

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Fast achtzig Menschen sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad wieder ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen wurden getötet, als mehrere Autobomben neben einem Großmarkt explodierten. In einem weiteren Markt ging ebenfalls eine Bombe hoch und tötete mehrere Menschen.

Die Explosionen passierten nach islamischem Kalender genau am Jahrestag des Anschlags auf ein schiitisches Heiligtum in der Stadt Samara. Dieser Anschlag gilt als Auslöser der derzeitigen massiven Gewalt zwischen Moslems der schiitischen und der sunnitischen Glaubensrichtung.

Zur gleichen Zeit, als die Bomben detonierten, wollte Regierungschef Nuri al-Maliki bei einer Gedenkveranstaltung an diesen Jahrestag erinnern. Dort sagte er, beim Aufbau des Landes dürfe es unter den Irakern keine Unterschiede geben. Jeder müsse seine Verantwortung wahrnehmen, und jeder müsse den anderen in seinem Glauben und in seinem Handeln achten.

Inzwischen sind im Irak offenbar wieder zwei Deutsche entführt worden. Das Außenministerium in Berlin teilte aber keine Einzelheiten mit. Nach ersten Berichten sind es die Frau und der Sohn eines irakischen Arztes; der Sohn arbeitet demnach im irakischen Außenministerium.