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RAF-Terroristin Mohnhaupt wird freigelassen

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RAF-Terroristin Mohnhaupt wird freigelassen

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Nach mehr als 24 Jahren Haft kommt die frühere deutsche RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt frei. Die zu lebenslanger Haft verurteilte Mohnhaupt wird am 27. März auf Bewährung freigelassen und darf die Justizvollzugsanstalt im bayerischen Aichach verlasssen. Das entschied das Oberlandesgericht Stuttgart. Nach einem Gutachten gilt die inzwischen 57-Jährige nicht mehr als rückfallgefährdet. Eine Sprecherin des Obgerlandesgerichts begründete die Entscheidung so: “Der Senat hat entschieden, dass unter Berücksichtigung des Sicherheitsinteresses der Allgemeinheit die Aussetzung zur Bewährung verantwortet werden kann. Es gebe “keine Anhaltspunkte für eine fortdauernde Gefährlichkeit der Verurteilten”. Anders als ihr damaliger RAF-Gefährte Christian Klar hatte Mohnhaupt keinen Antrag auf Begnadigung durch den Bundespräsidenten gestellt. Sie wurde im Jahr 1985 zu fünf Mal lebenslang und 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Mindestverbüßungsdauer läuft jetzt aus. Die Bewährungsfrist beträgt fünf Jahre. Mohnhaupt war an der Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback im Herbst 1977 beteiligt. Sie gilt als Rädelsführererin bei der Entführung und Ermordung des Arbeitsgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer im selben Jahr.

((Bei der missglückten Entführung von Jürgen Ponto feuerte sie selbst die tödlichen Schüsse auf den Dresdner-Bank-Chef ab.))