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Offenbar Einigung über Nordkoreas Atomprogramm

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Offenbar Einigung über Nordkoreas Atomprogramm

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Im Streit um sein Atomprogramm lenkt Nordkorea offenbar ein. Das ist das Ergebnis der Sechs-Länder-Gespräche in Peking. Gastgeber China teilte mit, Nordkorea werde seinen umstrittenen Kernreaktor Yongbyon stilllegen; dieser Reaktor kann kernwaffengeeignetes Plutonium herstellen. Im Gegenzug erhalte das Land zunächst fünfzigtausend Tonnen Rohöl oder andere Wirtschaftshilfe im gleichen Wert.

Diese Hilfe wächst auf eine Million Tonnen Öl, wenn Nordkorea dann auch sein ganzes Atomprogramm offen legt und beendet. Für den ersten Schritt, die Schließung des Reaktors, hat das Land zwei Monate Zeit. Das gilt auch für einen weiteren Punkt der Vereinbarung: Den Zugang für Kontrolleure der Internationalen Atomenergiebehörde.

Ein getrennter Punkt sind die Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA: Beide Länder werden darüber verhandeln, ob sie wieder diplomatische Beziehungen aufnehmen. Die Vereinigten Staaten wollen Nordkorea außerdem von ihrer Liste der Staaten streichen, die den Terrorismus unterstützen. Die Einigung muss von den beteiligten Ländern aber noch gebilligt werden – neben Nord- und Südkorea sind das Japan, Russland, China und die USA. Zwei ähnliche Abkommen der vergangenen Jahre scheiterten später. Letzten Oktober zündete Nordkorea sogar seinen ersten Atomtest.