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Frankreich lässt Baskenführer vorzeitig frei

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Frankreich lässt Baskenführer vorzeitig frei

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Es lebe das Baskenland, ruft er; dazu die Baskenmütze und dann auch die baskische Fahne: Es ist der französische Baskenführer Philippe Bidart, der hier noch vor dem Morgengrauen nach neunzehn Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen wird. Vor dem Hochsicherheitsgefängnis in Clairvaux erwarten ihn Freunde und Verwandte.

Noch vor dem Gefängnistor erinnert Bidart an die weiteren baskischen Häftlinge – vier seien es noch in Clairvaux, von sechshundert spricht er insgesamt. Deswegen sei seine Freude getrübt; und dann auch, weil Frankreich das Baskenland weiterhin nicht anerkenne.

Bidart, auch bekannt unter dem Namen Patxi, war Gründer und Anführer der Untergrundorganisation Iparretarrak. Seit 1988 saß er in Haft; wegen Mordes an drei Polizisten wurde er zu zwei Mal lebenslänglich verurteilt. Später kam noch eine weitere Haftstrafe von zwanzig Jahren dazu.

Die Iparretarrak kämpft für ein unabhängiges Baskenland im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Spanien. Der Name lautet übersetzt “Die aus dem Norden”, als Gegensatz zu den Basken südlich der Grenze in Spanien.