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Mindestens elf Pasdaran bei Anschlag im Iran getötet

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Mindestens elf Pasdaran bei Anschlag im Iran getötet

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Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus der iranischen Revolutionsgarden, die Pasdaran, sind mindestens elf Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich die radikale Sunnitengruppe Allahs Brigaden. Iranischen Berichten zufolge sollen Drogendealer im Grenzgebiet zu Pakistan und Afghanistan für den Anschlag verantwortlich sein. Die in einem Auto versteckte Bombe sei explodiert, als der Bus mit den Revolutionswächtern daran vorbeifuhr, die Täter seien auf Motorrädern geflüchtet. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe der Stadt Zahedan im Südosten des Irans. Sie gilt als Hochburg des Drogenhandels. Die Pasdaran werden im Kampf gegen den Drogenschmuggel in der Region eingesetzt. Sie waren ursprünglich gegründet worden, um die Revolution und ihre Führer zu schützen. Der Krieg mit dem Irak hatte zur Folge, dass sie zu einer regelrechten zweiten Armee heranwuchsen. Seit 1985 sind sie wie eine Armee in Land-, See- und Luftstreitkräfte eingeteilt. Die Pasdaran verfügen über ein Budget, in das das Parlament keinen Einblick hat und gelten als stärkster Machtfaktor im Iran.