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Turkmenistan: Präsident mit 90 Prozent bestätigt

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Turkmenistan: Präsident mit 90 Prozent bestätigt

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Der neue turkmenische Präsident Gurbanguly Berdy muchammedow hat offziell sein Amt angetreten. Bei der Wahl zum Staatsoberhaupt des zentralasiatischen Landes am Wochenende war er laut offiziellem Auszählungsergebnis auf knapp 90 Prozent der Stimmen gekommen.

Insgesamt waren sechs Kandidaten in das Rennen um die Nachfolge von Saparmurad Nijasow gegangen, der im Dezember gestorben war. Damit hatten die Bewohner des erdgas- und erdölreichen Wüstenstaates zum erstenmal die Wahl zwischen mehreren Bewerbern. Die turkmenische Opposition war allerdings von der Wahl ausgeschlossen.

Das Land ist seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 eigenständig. Knapp 90 Prozent der Bevölkerung gehört dem Islam an.
Turkmenistan verfügt über die drittgrößten Erdgasreserven der Welt. Bislang kann das Land sein Gas über Pipelines nur nach Russland exportieren, dem es auf Jahre seine Exporte verkauft hat.

Während die Hauptstadt in den vergangenen Jahren großzügig ausgebaut wurde, ist beispielsweise das Gesundheitswesen auf dem Land praktisch nicht mehr existent.

Nach dem Tod Nijasows, der das Land als (Vater der Turkmenen) 21 Jahre lang diktatorisch und mit bizarrem Personenkult regiert hatte, hatte Berdymuchammedow die Macht an sich gerissen.

Im Wahlkampf hat der Nachfolger des “Turkmenbaschi” eine vorsichtige Öffnung des Landes und Reformen in der Bildung und im Gesundheitswesen angekündigt. Turkmenistan wolle das Internet wieder zulassen, junge Leute sollten im Ausland studieren dürfen.