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Bekannte Hinterbliebenensprecherin bei Prozess in Madrid

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Bekannte Hinterbliebenensprecherin bei Prozess in Madrid

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Auch Pilar Manjon kam zur Prozesseröffnung. Sie ist für Spanien und die spanischen Medien das Gesicht der Opfer. Bei einem der Anschläge am 11.März 2004 wurde ihr Sohn Daniel getötet. Er hatte am Morgen einen Zug im Vorort Vallecas genommen, um zur Sporthochschule zu fahren. Er war Student im zweiten Semester.

Nach den Anschlägen wurde seine Mutter rasch als Sprecherin der Hinterbliebenen bekannt. Sie attackierte die damalige konservative Regierung, weil diese darauf beharrte, die baskische Untergrundorganisation ETA habe die Anschläge verübt.
Mir zittern die Knie, sagt Pilar Manjon. Ihr sei ganz flau im Magen. Im Gerichtssaal würden die Hinterbliebenen den Tätern in die Augen sehen, – denen, die vor fast drei Jahren das Leben so vieler Menschen zerstörten, sagt sie: Wir sind die Opfer – und sie die Schlächter.

Die 46-jährige Pilar Manjon ist Vorsitzende der Vereinigung 11-M. Die Hinterbliebenen sind nach wie vor politisch gepalten: Ein weiterer Opferverband steht der konservativen Volkspartei nahe, der einstigen Regierungspartei.