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Menschenrechtler kritisieren hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte in Guinea

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Menschenrechtler kritisieren hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte in Guinea

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Bei Zusammenstößen zwischen Polizeikräften und Demonstranten sind in Guinea seit Januar über 100 Menschen getötet worden – die Hälfte von ihnen seit vergangenem Samstag. Dies erklärte eine Menschenrechtsorganisation in Conakry. Nach wochenlangen Protesten gegen seine Regierung hatte der Präsident von Guinea, Lansana Conté, am Montag das Kriegsrecht ausgerufen, nachdem das Land zum vierten Mal innerhalb eines Jahres in einen Generalstreik getreten war.

Seit der Ausrufung des Kriegsrechts durchsuchen Soldaten und Polizei Häuser nach gestohlenen Waffen und haben den Befehl, so genannte “Unruhestifter” und Plünderer zu erschießen. Guinea gilt als das korrupteste Land des ganzen afrikanischen Kontinents. Es verfügt über wichtige Rohstoffe, unter anderem etwa die Hälfte der weltweiten Vorkommen des Aluminiumerzes Bauxit. Die allgemeine Ausgangssperre wurde am Mittwoch nur für Hilfsorganisationen gelockert.

Diese durften sich tagsüber wieder frei bewegen. Für Einheimische gilt das nur von 8 Uhr morgens bis Mittag.