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Prozess wegen Terroranschlägen von Madrid eröffnet

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Prozess wegen Terroranschlägen von Madrid eröffnet

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In Madrid hat der Prozess wegen der Terror-Anschläge vom 11. März 2004 begonnen. Unter den 29 Angeklagten befindet sich auch Rabei Osman El Sayed, genannt “Mohamed der Ägypter”. Er ist einer der sieben Hauptangeklagten. Er soll Chefplaner der Attentate auf Pendlerzüge gewesen sein, bei denen 191 Menschen getötet wurden. Der Prozess begann mit der Vernehmung Osmans. Dieser wies alle Anklagepunkte pauschal zurück und erklärte, er werde auf keine Fragen antworten.

Den Ermittlern zufolge baute er gemeinsam mit drei Gesinnungsgenossen eine islamistische Terrorzelle auf. Diese Zelle habe unter dem Einfluss des internationalen El-Kaida-Netzwerks gestanden, heißt es im Untersuchungsbericht des Staatsanwalts. Die vier Männer hätten auf einen El-Kaida-Aufruf reagiert und in einer Madrider Moschee Mittäter angeworben. Der Untersuchungsbericht umfasst nahezu 100.000 Seiten.Das Verfahren gilt in Spanien als ein Jahrhundertprozess.

Für die Gerichtsverhandlungen wurden in der spanischen Hauptstadt scharfe Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Mit dem Abschluss der Beweisaufnahme in dem Verfahren wird nicht vor Juli gerechnet. Dann werden sich die drei Richter zur Beratung zurückziehen. Ihr Urteil ist frühestens im Oktober zu erwarten.