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Serbisches Parlament läßt Kosovo-Plan durchfallen

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Serbisches Parlament läßt Kosovo-Plan durchfallen

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Das Parlament Serbiens hat den Kosovo-Plan von UN-Vermittler Martti Ahtisaari abgelehnt. Bei der konstituierenden Sitzung nach den Wahlen vor zwei Wochen stellten sich die Belgrader Abgeordneten deutlich hinter eine entsprechende Resolution der Regierung. Lediglich 15 Parlamentarier der liberalen LDP von Cedomir Jovanovic stimmten gegen den Text – 225 Abgeordnete stimmten für die Resolution.

In dieser heißt es, der UN-Plan schaffe widerrechtlich die Grundlage für einen neuen unabhängigen Staat auf dem Territorium Serbiens.

In Pristina hingegen unterstützte die Regierungs- Kosovos erneut den Plan. Dieser sei für beide Seiten die beste Lösung, hieß es. Unterdessen trat der UN-Polizeibeauftragte für das Kosovo, Stephen Curtis, zurück. Zuvor war der Brite von UN-Verwalter Joachim Rücker zu dem Schritt aufgefordert worden.

Bei gewaltsamen Protesten von Nationalisten am vergangenen Samstag waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung Kosovos hatte den Polizeieinsatz als unangemessen bezeichnet, Innenminister Fatmir Rexhepi war in der Konsequenz am Montag zurückgetreten.