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Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für Bagdad


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Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für Bagdad

Soldaten durchsuchen Menschen und Autos ebenso wie ganze Stadtteile – die irakische Regierung hat damit begonnen, ihren neuen Sicherheitsplan für die Hauptstadt Bagdad umzusetzen.

Mehrere Waffenlager hat die Suche nach amerikanischen Angaben bisher ergeben. Zusammen mit irakischen Truppen durchsuchen US-Soldaten mehrere Stadtviertel, von Haus zu Haus – auf der Suche nach Extremisten, nach Waffen, nach Bombenwerkstätten. Außerhalb von Bagdad starben gestern bei Anschlägen vier amerikanische Soldaten.

Auch die angekündigte Sperrung der Grenzen zum Iran und zu Syrien hat inzwischen begonnen. Diese Sperrung soll drei Tage dauern.

Bagdad war bisher der Schwerpunkt der Gewalt zwischen Moslems der schiitischen und der sunnitischen Glaubensrichtung. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen sind nicht der erste Versuch, diese Gewalt zu unterdrücken. Die bisherigen Pläne scheiterten aber.

Zu den durchsuchten Stadtteilen gehören erstmals auch Viertel in der Nähe von Sadr-Stadt, der Hochburg der Mahdi-Miliz des schiitischen Predigers Moktada al-Sadr. Über dessen Aufenthaltsort herrscht aber Ungewissheit: Nach Angaben seiner Anhänger ist er nach wie vor in der Stadt Nadschaf. Dagegen sind die USA der Meinung, al-Sadr halte sich inzwischen im Iran auf. Der Prediger hatte 2004 zwei Aufstände gegen die US-Truppen angeführt.

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