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Kirche in Portugal will Zahl der Abtreibungen verringern

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Kirche in Portugal will Zahl der Abtreibungen verringern

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Nach der Volksabstimmung über die Lockerung der Abtreibungsgesetze in Portugal hat sich nun nach mehrtägiger Klausur die katholische Kirche des Landes zu Wort gemeldet. Im Wallfahrtsort Fatima forderte die Bischofskonferenz nach einer fünftägigen Tagung von der Regierung eine stärkere Unterstützung für Familien, um das zukünftige, liberalerem Abtreibungsgesetz – so wörtlich – “überflüssig” zu machen. Der Sprecher der Konferenz, Carlos Avado, sagte, dass viele derjenigen, die für das neue Abtreibungsrecht gestimmt hätten, eigentlich Gegner der Abtreibung seien. Sie hätten sich lediglich dafür ausgesprochen, weil sie die Zahl illegaler Abtreibungen senken wollten. Das sei auch das Ziel der Kirche. Um das zu erreichen, gebe es jedoch nur einen humanen Weg: Man müsse die Jugend besser informieren und die Rolle der Mutter in der Familie stärken. Bei der Volksabstimmung am Sonntag hatten 59,3 Prozent der Teilnehmer für die Einführung einer Fristenregelung votiert. Da die Beteiligung jedoch unter 50 Prozent lag, muss das Vorhaben im Parlament behandelt werden.