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Prozess um Anschläge von Madrid: Beschuldigte bestreiten Verwicklungen in Attentate

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Prozess um Anschläge von Madrid: Beschuldigte bestreiten Verwicklungen in Attentate

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Am zweiten Tag des Prozesses um die Terroranschläge von Madrid hat auch der Marokkaner Youssef Belhadj alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er erklärte, er habe keine Verbindungen zu Al-Kaida und lehne Gewalt in jeglicher Form ab. Dabei verweigerte der 30-jährige gegenüber der Staatsanwaltschaft und der Nebenanklage die Aussage und antwortete nur auf Fragen seines Pflichtverteidigers.

Insgesamt stehen 29 Verdächtige vor Gericht. Belhadj gilt als ein Haupttäter, wie auch Hassan El Haski, genannt Abu Hamza, der ebenfalls nur seinem Verteidiger Auskunft gab. Dieselbe Strategie hatte am Vortag bereits der erste Hauptangeklagte, der Ägypter Rabei Osman el Sayed, verfolgt. Die Angeklagten sollen für die Anschläge auf Madrider Vorortszüge im März 2004 verantwortlich sein, bei denen 191 Menschen starben. Die Angehörigen der Opfer wollen nun Gerechtigkeit. “Ich will ein Urteil”, fordert eine Frau, “ich will, dass diese Männer dasselbe durchmachen, was wir durchmachen mussten.”

Die Staatsanwaltschaft fordert für die sieben Hauptangeklagten wegen Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung jeweils rund 40.000 Jahre Haft. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.