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Al-Qaida-Prozess in Istanbul endet mit Haftstrafen und Freisprüchen

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Al-Qaida-Prozess in Istanbul endet mit Haftstrafen und Freisprüchen

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Die Urteile im türkischen Al-Qaida-Prozess sind bei den Opfern und Hinterbliebenen der Anschläge von Istanbul 2003 auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während sich einige mit den sieben lebenslangen Haftstrafen für die Hauptangeklagten zufrieden zeigten, sprachen andere von zu milden Urteilen.

Neben sieben Mal Lebenslang verhängten die Richter gegen die meisten der 73 Angeklagten kürzere Gefängnisstrafen, einige Beschuldigte wurden sogar frei gesprochen. Der Vater von einem der, bei einem der Anschlägen vom 15. und 20. November 2003 in Istanbul Getöteten, zeigte sich von den Urteilen entsetzt. “Das sind keine zufriedenstellenden Urteile. Die lebenslangen Strafen sind nur eine geringe Erleichterung. Ansonsten denke ich, hätte die Bestrafung der übrigen Angeklagten höher ausfallen müssen.”

Bei den Terroranschlägen gegen zwei Synagogen und britische Einrichtungen in Istanbul waren Mitte November 2003 mehr als 60 Menschen getötet und rund 750 weitere verletzt worden. Unter den später Verhafteten befand sich unter anderem ein Vertrauter von Al-Qaida-Führer Osama Bin Laden.