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Deutliches Zeichen: US-Repräsentanten lehnen Entsendung weiterer Soldaten in den Irak ab

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Deutliches Zeichen: US-Repräsentanten lehnen Entsendung weiterer Soldaten in den Irak ab

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Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben eine kritische Resolution zum Irak-Krieg verabschiedet. Kurz vor der Abstimmung hatten sie erneut eine Umkehr der Politik von US-Präsident George W. Bush gefordert. Die Resolution, über die der Senat heute abstimmen soll, widerspricht der Entsendung weiterer 21.500 US-Soldaten in den Irak.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sagte, man setze damit ein Zeichen für eine neue Richtung im Irak. Die Resolution sei zwar nicht bindend, allerdings sei dieses Abstimmungsergebnis richtungweisend für eine neue Irak-Politik.

Das Weiße Haus reagierte mit Zurückhaltung. Immerhin hatte Präsident Bush bereits angekündigt, sich durch das Votum nicht von seinen Plänen abbringen zu lassen. Der Sprecher des Weißen Houses, Tony Snow sagte, der Präsident habe verstanden, dass es jeden Tag entsetzliches Blutvergiesen im Irak gebe das beendet werde müsse.

In der rund 100 Seiten umfassenden Resolution heißt es, der Kongress missbillige die Entscheidung des Präsidenten, weitere Soldaten in den Irak zu entsenden. Zugleich könnten aber die US-Truppen die derzeit im Irak stationiert sind mit der vollen Unterstützung des Kongresses rechnen.