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Brandbomben auf "Friedenszug" in Indien

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Brandbomben auf "Friedenszug" in Indien

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Nach dem Terroranschlag auf einen Schnellzug von Indien nach Pakistan ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Bei der Explosion von zwei Brandbomben im Samjhauta Express starben mindestens 66 Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt. Bei den Opfern handelt es sich vorwiegend um pakistanische Staatsangehörige. Der auch “Friedensexpress” genannte Zug war mit mehr als 700 Passagieren auf dem Weg von Neu Delhi ins pakistanische Lahore, als die Bomben in der Nähe der Stadt Panipat beim Dorf Dewana gezündet wurden – etwa einhundert Kilometer nördlich der indischen Hauptstadt. Zwei Waggons brannten vollständig aus. Viele der Opfer wurden im Schlaf überrascht. Weil die Fenster vieler Waggons vergittert waren, gelang es zahlreichen Passagieren nicht, sich ins Freie zu retten. Verzweifelte Menschen suchten am Morgen nach Lebenszeichen – oder den Überresten ihrer Angehörigen. Die Identifizierung der Todesopfer wird schwierig werden, weil viele bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind, berichtet dieser Angehörige.

Der Anschlag am Tag vor dem Besuch des pakistanischen Außenministers Khurshid Kasuri in Neu Delhi dürfte auf den indisch-pakistanischen Friedensprozess gezielt haben. Kasuri will aber an seinem Reise nach Neu Delhi festhalten. Dabei soll es unter anderem um die Annäherung beider Atommächte und gemeinsame Anti-Terror-Initiativen gehen.