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Das untergegangene Jugoslawien lässt grüssen

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Das untergegangene Jugoslawien lässt grüssen

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Proteste in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo, deren Ursachen mit dem längst zerfallenen kommunistischen Jugoslawien zu tun haben. Diese Bosnier wollen ihr Geld zurück, dass sie vor fast 20 Jahren bei der “Ljubljanskaja Banka” angelegt hatten.
Diese Bank in Ljubljana, der Hauptstadt des heutigen EU-Mitgliedes Slowenien, führte damals D-Mark-Konten für Jugoslawen, die im Westen Geld in der begehrten Währung verdient hatten.

Wütende Bosnier vernichteten vor der slowenischen Botschaft slowenische Waren.

Die Forderungen bosnischer Bürger an die slowenische Bank belaufen sich inzwischen auf 135 Millionen Euro.
Seit 2004 sucht eine bilaterale Komminssion nach einer Lösung – bisher vergeblich. Dem slowenischen Ministerpräsidenten Janez Jansa flog bei seinem offiziellen besuch in Sarajewo erneut um die Ohren.