Eilmeldung

Eilmeldung

Vor Nahost-Dreiergipfel: Rice spricht mit Abbas und Olmert

Sie lesen gerade:

Vor Nahost-Dreiergipfel: Rice spricht mit Abbas und Olmert

Schriftgrösse Aa Aa

Im Vorfeld des Nahost-Dreiergipfels am Montag in Jerusalem hat US-Außenministerin Condoleezza Rice am Sonntag vorbereitende Gespräche geführt. In Ramallah traf sie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der betonte, beim Gipfel müsse die Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche thematisiert werden. Zudem forderte Abbas die internationale Anerkennung des Abkommens von Mekka zwischen den rivalisierenden Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas.

Auch der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanijah betonte die Wichtigkeit des Mekka-Abkommens und forderte Abbas auf, dieses zu schützen. Eine Anerkennung Israels jedoch kommt für Hanijah jedoch nicht in Frage. “Wir lehnen den Druck seitens der USA und Großbritanniens ab”, so Hanijah vor Hamas-Anhängern, “der auf die Palästinenser und ihre Regierung ausgeübt wird. Aber es ist der Wille der palästinensischen Bevölkerung, und dieser Wille muss respektiert werden.”

Die Haltung der Hamas zu Israel ist der wohl größte Streitpunkt bei den Verhandlungen. Denn die Hamas lehnt auch nach dem Mekka-Abkommen eine Anerkennung Israels strikt ab. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert, mit dem Rice ebenfalls zusammentraf, betonte wiederum, sein Land werde die Palästinenserregierung boykottieren, bis diese das Existenzrecht Israels anerkenne. Beobachter gehen daher nicht davon aus, dass bei dem Treffen am Montag tatsächlich nennenswerte politische Fortschritte erzielt werden.