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Iran-Bericht der IAEO im Sicherheitsrat

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Iran-Bericht der IAEO im Sicherheitsrat

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Der Iran hat sein Atomprogramm trotz aller Drohungen weiter vorangetrieben. Zu diesem Schluss kommt der Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde, der dem Sicherheitsrat in New York vorgelegt wurde. Er dient als Grundlage für die Entscheidung über Sanktionen. Ein Ultimatum von 60 Tagen war am Mittwoch verstrichen, ohne dass der Iran die umstrittene Urananreicherung gestoppt hatte.

Ganz im Gegenteil. Wie nun bekannt wurde, haben Techniker in Natans etwa 66 Kilogramm gasförmigen Urans zu reaktortauglichem Uran verarbeitet. Die Gaszentrifugen wurden verdoppelt, zwei weitere Kaskaden stehen vor der Fertigestellung.

Die westlichen Mächte vermuten, dass der Iran Atomwaffen herstellen will – nach Meinung von Experten wäre das Land jedoch noch weit von diesem Ziel entfernt.

Die iranische Regierung behauptet, das Programm diene lediglich friedlichen Zwecken, wie der Erzeugung von Elektrizität. Scharf waren die Reaktionen nach Veröffentlichung des IAEO-Berichts: Während Frankreich erneut an den Iran appellierte, einzulenken, blieb Teheran dabei: Trotz drohender Sanktionen werde es die Urananreicherung nicht stoppen. Der Sicherheitsrat besäße keine Rechtsgrundlage, die Resolution sei somit nicht bindend.

Wütende Demonstranten in der Hauptstadt machten schon vor der Veröffentlichung des Berichts ihrem Ärger vor ausländischen Botschaften Luft.