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Oslo: Konferenz will weltweites Verbot von Streubomben

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Oslo: Konferenz will weltweites Verbot von Streubomben

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Streumunition weltweit zu ächten ist das Ziel einer zweitägige Konferenz, die heute in Oslo beginnt. Teilnehmer aus mehr als 40 Staaten haben sich zum Ziel gesetzt, diese Waffen weltweit zu verbieten. Cluster- oder Streubomben enthalten bis zu mehrere hundert kleinere Explosivkörper, die von der “Mutterbombe” in alle Richtungen freigesetzt werden. Sie zielen darauf ab, die sich in ihrem Explosionsradius aufhaltenden Menschen zu töten, zu verletzen oder zu verstümmeln. Marc Joolen von der Organisation “Handicap International” sagte, 21 Staaten der Welt seien von Streumunition buchstäblich übersät und man vermute, dass dort rund 33 Millionen Stück umherliegen, die noch nicht explodiert sind.

Seit dem Vietnamkrieg kamen weltweit mehr als 100.000 Menschen durch Streumunition ums Leben oder wurden verletzt. 98 Prozent der Opfer sind Zivilisten. Zuletzt wurden sie beispielsweise im letzten Jahr von der israelischen Armee im Libanonkrieg eingesetzt. Gastgeber Norwegen möchte ein Verbot dieser Waffen ähnlich dem bereits vor zehn Jahren in Ottawa verabschiedeten Verbot von Antipersonen-Landminen erreichen. Diesem Abkommen sind mittlerweile 152 Staaten beigetreten.