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Schwierige Regierungsbildung in Rom

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Schwierige Regierungsbildung in Rom

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Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano hat am Donnerstag die Konsultationen zur
Neubildung der Regierung begonnen. Zunächst traf Napolitano mit Senatspräsident Franco Marini zusammen. Die Gespräche mit den Präsidenten der
beiden Parlamentskammern und den Partei- und Fraktionsvorsitzenden sollen am Freitagnachmittag abgeschlossen werdem. In Rom wird daher damit gerechnet, daß Napolitano frühestens am Wochenende den Auftrag zur Regierungsbildung vergibt.

Der Chef der kleinen christdemokratischen Oppositionspartei UDC, Lorenzo Cesa, deutete an, “im nationalen Interesse” könnte man womöglich ins Regierungslager wechseln.

Die rechtspopulistische Lega Nord setzt auf vorgezogene Neuwahlen. Wie ihre Partner aus der vor neun Monaten abgewählten Berlusconi- Koalition hofft sie so, an die Macht zurückkehren zu können.

Linksdemokraten-Chef Piero Fassino erklärte, daß seine Partei den bisherigen Ministerpräsidenten weiter unterstützen wolle. Und auch der zweitgrößte
Koalitionspartner, der Ölbaum, möchte mit Prodi weitermachen.

Staatspräsident Napolitano ließ verlauten, daß er sich um eine stabile Regierungsmehrheit bemühen werde. Es mache keinen Sinn, Prodi nochmals zu
beauftragen, solange dieser keine stabile Koalition hinter sich habe.