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Erneut getötete Zivilisten durch US-Truppen im Irak

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Erneut getötete Zivilisten durch US-Truppen im Irak

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Ein weiterer Fall von getöteten Zivilisten beschäftigt die amerikanische Armee im Irak. Dabei geht es um die Kämpfe von Ramadi vom Mittwoch: Sechs Stunden lang beschossen sich dort US-Soldaten und ihre Gegner. Schließlich kamen amerikanische Flugzeuge zu Hilfe; der Luftangriff zerstörte aber mehrere Häuser.

Die amerikanische Armee sprach danach zunächst von zwölf getöteten Aufständischen. Irakische Behörden in Ramadi nennen jetzt aber die Zahl von 26 Toten, darunter Frauen und Kinder. Der Fotograf einer Nachrichtenagentur schilderte, er habe zwei tote Kinder gesehen, die aus den Trümmern geborgen wurden. Die USA wollen den Vorfall jetzt untersuchen.

In einem anderen umstrittenen Fall hat ein amerikanisches Militärgericht einen Unteroffizier zu hundert Jahren Haft verurteilt. Es ist die höchste Strafe gegen einen US-Soldaten im Irakkrieg. Der Mann wurde außerdem unehrenhaft aus der Armee entlassen.

Das Verbrechen passierte vor knapp einem Jahr in Machmudija, in der Nähe von Bagdad. Der Verurteilte gab zu, er habe dort, zusammen mit drei Kameraden, ein vierzehnjähriges Mädchen vergewaltigt und erschossen. Die Soldaten ermordeten dann auch noch die Eltern und die sechsjährige Schwester ihres Opfers.

Wegen seines Geständnisses entging der Verurteilte der Todesstrafe. Die drei anderen Soldaten warten noch auf ihren Prozess.