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Fremdsprachen als Schlüssel zum Export

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Fremdsprachen als Schlüssel zum Export

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Englisch ist für Exporteure in Europa mit Abstand die wichtigste Sprache. Das ergab ohne grosse Überraschungen eine Untersuchung des britischen Sprachenzentrums im Auftrag der EU-Kommission. Auf Platz 2 liegt demnach Deutsch. Von 2000 kleinen und mittleren Unternehmen hat der EU-Studie zufolge knapp ein Fünftel der befragten Firmen angegeben, für ihre Ausfuhren in den kommenden drei Jahren deutsche Sprachkenntnisse zu benötigen. Französisch rangierte beim Export an dritter Stelle mit 9 Prozent, gefolgt von Russisch mit 8 und Spanisch mit 4 Prozent. 11 Prozent der Unternehmen gaben an, schon Aufträge mangels Sprachkenntnissen verloren zu haben.

Bei der Vorstellung der Studie in Brüssel warb der neue EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, nachdrücklich für das Erlernen fremder Sprachen. Er wolle den Spracherwerb ein Leben lang fördern, erklärte der Rumäne. Der beste Moment, um Fremdsprachen zu erlernen und das Interesse dafür zu wecken, sei aber immer noch die Kindheit.

Der EU-Kommissar fügte hinzu, Europa müsse seine vielen Sprachen als Chance verstehen. Er halte es für inakzeptabel, nur Englisch oder eine andere gemeinsame Sprache zu sprechen. Deshalb werden Dokumente der EU in alle 23 Amtssprachen übersetzt. Das kostet jährlich eine Milliarde Euro oder gut zwei Euro pro Bürger.