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Italien rechnet mit neuer Regierung Prodi

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Italien rechnet mit neuer Regierung Prodi

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In Italien haben die Partei-Chefs der Mitte-Links-Koalition Ministerpräsident Romano Prodi den Rücken gestärkt. Sie stimmten dem Zwölf-Punkte-Programm Prodis zu und damit auch seinem Angebot, als Ministerpräsident weiterzumachen. Die Einigung war das Ergebnis eines Treffens, bei dem Romano Prodi sondieren wollte, ob er genügend Unterstützung erhalten würde.

“Das Programm charakterisiert das Vorgehen der Regierung in den nächsten Monaten”, sagte Linksdemokraten-Chef Piero Fassino. “Dazu haben sich alle Parteien der Mitte-Links-Koalition verpflichtet.”

Ähnliche Worte kamen auch von den Kommunisten. “Wir sind für eine Amtsbestätigung Prodis und seiner Mitte-links-Koalition”, sagte auch der Chef der Italienischen Kommunisten, Oliviero Diliberto.

Eine Absage kommt inzwischen von der oppositonielle UDC. Partei-Chef Pier Ferdinando Casini, erklärte es für ausgeschlossen, dass seine christdemokratische Partei dem Berlusconi-Bündnis den Rücken kehren wolle, um sich der Prodi-Koalition anzuschließen, wie zuvor spekuliert worden war.

Nun muss Staats-Präsident Georgio Napolitano entscheiden, ob sich Romano Prodi einer Vertrauens-Abstimmung stellen oder ob er eine neue Regierung bilden soll. Prodi war am Mittwoch nach einer Abstimmungsniederlage im Senat zurückgetreten.