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Großbritannien: Ermittlungen nach Zugunglück konzentrieren sich auf Weichen

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Großbritannien: Ermittlungen nach Zugunglück konzentrieren sich auf Weichen

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Nach dem schweren Zugunglück in Großbritannien werden nun alle rund 700 Weichen im gesamten Streckennetz der britischen Bahn überprüft. Denn eine defekte Weiche hatte den Unfall verursacht – und das obwohl die Weichen an der Unglücksstelle laut Medienberichten erst in der Vorwoche gewartet worden waren. Gewerkschafter beklagen, dass nicht genug getan wurde, um das britische Streckennetz technisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Der Zug war am Freitag mit mehr als 120 Passagieren an Bord auf dem Weg von London ins schottische Glasgow gewesen, als er in der Nähe von Kendal entgleiste. Mehrere Wagen stürzten eine Böschung hinunter. Eine 84-jährige Frau starb, mehr als 70 Menschen wurden verletzt. Offenbar hatte der Zug zum Unglückszeitpunkt eine Geschwindigkeit von rund 150 Stundenkilometern erreicht. Aus Polizeikreisen hieß es, es grenze an ein Wunder, dass nicht mehr Menschen ums Leben gekommen seien.