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Airbus-Gewerkschaften machen mobil

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Airbus-Gewerkschaften machen mobil

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Die Airbus-Gewerkschaften haben einen harten Kampf gegen den erwarteten Stellenabbau angekündigt. Ein Verkauf oder die Schließung von Produktionsstätten kämen einer “Kriegserklärung” gleich, hieß es von französischer Seite.

Laut Medienberichten will der Mutterkonzern EADS 8.000 Stellen streichen. Zuvor war von 10.000 Jobs die Rede gewesen. Das Sanierungsprogramm “Power-8” soll morgen offiziell vorgestellt werden.

Offenbar sollen in Deutschland 3.500 Jobs und in Frankreich 4.200 Stellen wegfallen. In beiden Ländern arbeiten die meisten Beschäftigten. Zudem ist angeblich die Ausgliederung von vier Werken geplant – und zwar in Varel und Nordenham in Deutschland und sowie in Méaulte und St. Nazaire in Frankreich. Dort reagieren die Arbeitnehmer mit Unverständnis: “Die Deutschen fordern Gerechtigkeit zwischen Frankreich und Deutschland. Man hat den Eindruck, das der Standort St. Nazaire verkauft oder geschlossen werden soll – das alles zum Vergnügen der deutschen Aktionäre.”, sagt ein Arbeiter und ein anderer meint: “Wir haben ein volles Auftragsbuch. Es gibt Prognosen, dass bis zu 24.000 Flugzeuge in den nächsten 20 Jahren hergestellt werden könnten. Die Arbeitnehmer verstehen das nicht.”

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französiche Präsident Jacques Chirac hatten sich vorige Woche für eine faire Lastenverteilung bei der Airbus-Sanierung ausgesprochen. Darauf hat die EADS-Spitze offenbar reagiert: Die Produktion des A380 soll weiterhin in beiden Ländern erfolgen.